16.03.2013

Cake Pops

Ja doch, genau. Ein Post über Cake Pops. Ich weiß gar nicht, ob der Trend mittlerweile schon wieder abgeklungen ist, aber ich mache sie nach wie vor gerne.
Ein bestimmtes Rezept habe ich dabei nicht. Ich mache sie immer mit dem, was ich gerade da habe.
Da Werder Bremen unbedingt mal wieder einen Sieg braucht und meine Werder Macarons im letzten Jahr schon Glück gebracht haben, habe ich mich entschieden ein paar Werder Cake Pops zu machen und das Ganze auch festzuhalten.



Wie gesagt, ein bestimmtes Rezept habe ich nicht. Für diese Cake Pops (es sind zum Schluss 7 Stück geworden) habe ich einen kleinen Biskuit (200g) aufgetaut und mit der Maschine kleingebröselt. Das geht natürlich auch mit der Hand, ich hatte den Zerkleinerer nur kurz vorher in Gebrauch.

Womit ich die Masse dann knetbar mache, ist eigentlich immer unterschiedlich. In diesem Fall hatte ich noch eine kleine Dose Milchmädchen und etwas Frischkäse über. Ich nehme übrigens für alle Backsachen den Linessa Frischkäse von Lidl. Der ist schön geschmeidig und hat keinen salzigen Beigeschmack.

Da die Cake Pops von innen auch grün sein sollen, dürfen die dann auch nach etwas schmecken was ich mit grün verbinde :D Deshalb habe ich die Pistazien-Aromapaste von Pati-Versand verwendet. Leider hatte ich keine Pistazien mehr zum Mahlen, sonst hätte ich die auch dazu gegeben.


Ansonsten nehme ich auch Quark, Joghurt, Pudding, Nutella, geschmolzene Schokolade, Milch, Saft. Na ja, einfach was gerade so da ist. Schokokuchen mit Milka Frischkäse gibt z.B. schön schokoladige Cake Pops. Ich habe jedenfalls noch nie extra eine Creme für Cake Pops gemacht.
Nun geht es darum das Ganze zusammenzubringen. Ich fange immer erst mit kleinen Mengen an. Hier habe ich erstmal nur je einen Teelöffel Kondensmilch, Frischkäse und Aroma genommen. Das war aber natürlich zu wenig. Für eine Konsistenz, die Knete ähnelt habe ich dann insgesamt 3 TL Kondensmilch, 3 TL Frischkäse und 1 TL Aroma gebraucht. Wieviel feuchte Zutaten man braucht, hängt natürlich auch vom Ausgangskuchen ab. Bei Brownieteig braucht man z.B. so gut wie nichts mehr dazuzugeben.
Die Masse soll sich gut formen lassen, darf aber nicht mehr an den Händen kleben bleiben. Bröckelt sie, einfach noch etwas feuchte Masse dazu. Wenn sie zu weich ist und man hat keinen Kuchen mehr, ist das auch kein Drama. Man kann auch etwas Keks- oder Zwiebackkrümel oder im Notfall sogar Paniermehl oder zerbröseltes Weißbrot dazu geben. Klingt vielleicht seltsam, aber besser als das Ganze dann wegzuschmeißen.
Die Paste hat mir noch nicht genug gefärbt. Deshalb habe ich noch drei Zahnstocher grüne Pastenfarbe eingeknetet. Ich hab das nicht so wirklich sorgfältig gemacht, aber das fällt später gar nicht mehr auf.

Da ich absolut kein gutes Augenmaß habe, wiege ich die einzelnen Pops immer ab. Mittlerweile habe ich mich bei 30 Gramm eingependelt.
Zwischen den Handballen forme ich dann kleine Bälle und lege sie auf Backpapier ab.

Als nächstes gilt es die Lollistiele unterzubringen. Diese Stiele gibt es z.B. günstig bei Xenos. Für diese Cake Pops nehme ich allerdings die etwas Längeren (keine Ahnung woher ich die habe), weil ich noch die kleinen Werder-Fähnchen ankleben will.
Dafür schmelze ich etwas Schokolade in der Mikrowelle. Hier waren es drei Stückchen weiße Milka und eine "Prise" weiße Babycake Melts. Wenn die Schoki geschmolzen ist, tunke ich den Stiel ca. 1 cm hinein und stecke ihn dann in den Cake Ball. Mir passiert es leider ab und zu immer noch gerne, dass ich zu weit drücke und dann unten wieder rauskomme, also aufpassen.
Diese ganze Prozedur ist dazu da, dass die Pops nachher nicht einfach wieder vom Stiel rutschen.

Jetzt muss die Schokolade abkühlen. Das Gute bei diesen Temperaturen ist, dass man keinen Kühlschrank braucht. Ich habe sie kurz draußen in den Vorbau gestellt. Wenn man die Pops länger kühlt, sollte man sie erst langsam wieder auf Raumtemperatur kommen lassen, bevor man sie in Glasur tunkt. Die Glasurschicht könnte sonst reißen (Quelle: eigene Erfahrung).

Von der Stielaktion ist noch etwas weiße Schokolade übrig geblieben. Dazu gebe ich einfach grüne Candy Melts (werden so 150g gewesen sein) und schmelze das Ganze wieder in der Mikrowelle. Ich habe noch ca. einen TL Kokosfett dazugeben, weil ich die Candy Melts von Wilton immer sehr zäh finde.
Diesmal habe ich einfach nur eine Tasse genommen, aber ich schmelze auch ganz gerne in zylindrischen Lock&Lock-Gefäßen. Ich habe lieber hohe und enge Gefäße, habe aber auch schon bei anderen gesehen, dass sie breite Schüsseln nehmen und die Glasur dann mit dem Löffel über die Pops gießen.
Jedefalls tunke ich den Cake Pop bis zur weißen Schokolade ein und ziehe ihn dann mit einer Drehbewegung wieder heraus. Dann noch vorsichtig(!) am Rand abklopfen, so dass überschüssiger Guss abtropfen kann und zum Trocknen in einen Schaumblock stecken. Ich habe aber auch schon Eierschachteln oder mit Sand gefüllte Gläser genommen.
Wenn man den Cake Pop noch mit Zuckerstreuseln oder Ähnlichem dekorieren will, sollte man sich die Deko vorher parat legen. Die Glasur trocknet sehr schnell, so dass man jeden Pop immer gleich dekorieren sollte.

Darüber, wie ich das Werder-W mache, hatte ich mir bis dahin noch gar keine Gedanken gemacht. Ich habe mir dann aber überlegt, etwas weiße Melts in einen kleinen Spritzbeutel zu geben und diesen dann kurz in warmen Wasser baden zu schicken. Dann noch mit der Schere ein kleines Ecken abschneiden und loslegen.

Ich hatte allerdings unterschätzt wie schnell die Meltsmasse wieder fest wird. Das gepaart mit meiner totalen Unfähigkeit Freihand zu malen hat zu eher mitleiderregenden Ws geführt. Das nächste Mal dann vielleicht doch eher Royal Icing.
Aber als hätte ich Fuchs das schon vorher geahnt, habe ich mir kleine Werder-Fähnchen ausgedruckt. Diese habe ich ausgeschnitten und einfach mit Klebestift um die Stiele geklebt. So sieht man wenigstens auf den zweiten Blick, dass es Werder Cake Pops sind ;)



Na, dann hoffe ich ja mal, dass es was bringt.

Kommentare:

  1. Zu was Sport alles beflügeln kann. :-) Im ersten Augenblick dachte ich eher an Ostereierpops. Sie sehen jedenfalls sehr gut aus. Die Fähnchen machen sich auch sehr gut.

    Liebe Grüße
    Anna

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  2. Das hast du richtig gut beschrieben... Ich glaube jetzt bin ich auch bereit für meine ersten Cake Pops :-)

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    1. Das freut mich zu hören :)
      Ich wünsche dir gutes Gelingen.

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  3. Ich hab bisher die Pops immer mit Butter Icing gemacht, aber ich glaube, jetzt versuche ich das mal mit Quark. Ist ja schon genug Butter im Kuchen drin. Gibst Du gar keinen Zucker mehr hinzu?

    LG

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    1. Hallo :)
      Das kommt immer auf den Ausgangskuchen an. Letzten Sommer habe ich Pops aus Zitronenkuchen und Pfirsich-Maracuja-Quark, ohne extra Zucker gemacht. Die waren super erfrischend.
      Ich schmecke die "Pampe" immer beim kneten ab. Man kann ja dann noch Puderzucker, Sirup oder wie in dem Beispiel oben gesüßte Kondensmilch unterkneten falls es wirklich nicht süß genug sein sollte.

      Bedenken sollte man aber, dass Cake Pops mit Buttercreme oder -frosting wohl etwas länger haltbar sind.

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  4. Ach ja, es gibt übrigens eine super Zuckerschrift für die Dekoration: Elfenschrift bei real. Damit kann man wunderbar malen und schreiben.

    LG

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    1. Oh, danke für den Tipp. Ich hab zwar keinen Real hier in der Nähe, aber wenn ich mal wieder da bin, werde ich danach Ausschau halten.

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  5. Uiii, ganz schön grün.Aber mit Pistaziengeschmack gefällt mir! Wo kaufst Du denn Deine Aromapasten?
    Viele Grüße
    Anja

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    1. Diese Pistazienpaste habe ich jetzt von Pati Versand
      Andere Aromen habe ich auch von tortedeko.de oder ebay

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