08.09.2013

Kleine Schoko-Wickeltorte

Endlich wieder Schokolade!
Obwohl ich eine Kiste Mirabellen bekommen habe, hab ich die erstmal links liegen gelassen und mich einer schokoladigen Wickeltorte gewidmet. Ich mag Wickeltorten sehr gerne, da sie beim Anschneiden und auf dem Teller mal etwas anders aussehen, aber trotzdem nicht allzu aufwendig sind. Ich habe mich für eine kleine Variante mit 16cm entschieden, wobei die letztendlich auch ein ganz schöner Brummer wurde. Durch den geringen Durchmesser ist der Wickeleffekt nicht sooo riesig, sieht aber immer noch schön aus.



Für eine Torte von 16cm Durchmesser
Biskuit (Boden/Deckel)
1 Ei
30g Zucker
1 EL heißes Wasser
20g Mehl
20g Schokopuddingpulver
2 TL Kakaopulver

Biskuit (Platte zum Wickeln)
2 Eier
70g Zucker
1EL heißes Wasser
35g Mehl
35g Vanillepuddingpulver (1 Pck)
1 TL Vanilleextrakt

Schokosahne
1 Pck. Schokopuddingpulver
500ml Milch
75g Vollmilchschokolade
75g Zartbitterschokolade
8 Blätter Gelatine
250ml Sahne
Rumaroma

100ml Sahne
Ich habe diese Torte an zwei Morgenden gemacht: Biskuits backen und Pudding machen am Samstag und das Zusammensetzen dann am Sonntagmorgen.
Für den dunklen Biskuit (Boden/Deckel) habe ich für dieses Rezept eine 16cm Springform (Biskuit wird einmal durchgeschnitten) genommen. Den Boden mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 180°C vorheizen.
Das Ei mit dem heißen Wasser und Zucker mehrere Minuten hellschaumig aufschlagen bis es aussieht wie fast steifgeschlagene Sahne. Die trockenen Zutaten mischen und über die Eimasse sieben und vorsichtig mit einem Teigspatel unterheben. Sofort in die Springform füllen und für ca. 15 Minuten backen. Kurz auskühlen lassen und dann gleich aus der Form lösen.

Für die Biskuitplatte habe ich meine kleine Fettpfanne (ca 28 x 23cm) genommen und den Boden natürlich auch wieder mit Backpapier ausgelegt. Der Backofen war ja noch in Betrieb.
Hier auch wieder Eier mit Zucker und Wasser aufschlagen und die trockenen Zutaten daraufsieben und unterheben. Für 15 - 20 Minuten backen bis die Oberfläche goldbraun ist. Nach kurzem Abkühlen die Ränder mit einem Messer lösen.
Für die Schokocreme habe ich die Variante von Chefkoch-User ufaudie58 genommen. Die wollte ich schon länger mal probieren, bin aber bisher noch nicht dazu gekommen
Dafür die Schokolade in kleine Stücke brechen und die Gelatineblätter in etwas Wasser aufweichen. Dann den Schokoladenpudding nach Anleitung kochen, also etwas Milch abnehmen, Pulver einrühren, Milch zum Kochen bringen und angerührtes Pulver einrühren. Dann gleich die zerkleinerte Schokolade dazugeben. Durch die Hitze sollte sie sich schnell auflösen. Die Gelatineblätter ausdrücken und jedes Blatt einzeln gründlich einrühren. Diese Puddingmischung dann in eine Schüssel geben, mit Klarsichfolie abdecken (direkt auf den Pudding!) und zum Abkühlen in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Morgen habe ich dann den runden Biskuit einmal horizontal geteilt. Auf den unteren Teil habe ich etwas Kirschmarmelade gegeben, ist aber natürlich kein Muss.
Bei der Biskuitplatte (erstmal natürlich das Backpapier vorsichtig abziehen) habe ich die Kanten (waren etwas ungerade) so abgeschnitten, dass eine Fläche von 15 x 22cm übrig blieb. Diese Platte habe ich dann wiederum in sechs Rechtecke von jeweils 5 x 11cm geschnitten. Ich habe verschiedene Vorgehensweisen bei Wickeltorten ausprobiert und ich finde es einfacher, wenn man kleinere Biskuitteile hat als einen langen Streifen. Außerdem finde ich es einfacher und sauberer, die Creme erst nach dem Schneiden auf den Biskuit zu geben, aber dass muss wohl jeder für sich ausfuchsen ;)

Jetzt die 250ml Sahne aufschlagen. Den "Pudding" aus dem Kühlschrank nehmen, Folie abziehen und auch einmal mit dem Mixer kurz aufschlagen, damit aus dem Wackelpudding wieder etwas Geschmeidiges wird. Den Pudding dann unter Rühren Esslöffelweise zu der Sahne geben. Je nach Geschmack noch etwas Rumaroma dazugeben.

Die Schokosahne auf den Biskuitplatten verteilen. Damit nicht alles durch die Gegend rutscht, gebe ich von außen Halt mit einer großen Palette während ich mit einer kleineren Palette die Creme verteile.
Die erste Platte nehmen, etwas aufrollen, so dass die Cremeseite innen ist und aufrecht in die Mitte des dunklen Biskuitbodens stellen. Die nächste Platte da anlegen wo die erste aufhört und so weiter machen, so dass es von oben wie eine Schnecke aussieht. Überstehende Creme habe ich oben einfach etwas verstrichen.
Bei einer größeren Torte ist das meiner Meinung nach etwas einfacher. Die Biskuitplatte war fast etwas zu dick, aber dünner hab ich mich nicht getraut, aus Angst, dass mir dann alles reißt.

Die Schnecke hat es nicht komplett bis zum Rand geschafft, aber den Rest habe ich einfach mit Schokocreme aufgefühlt.
Erstmal aber habe ich noch den zweiten runden Biskuit auf einer Seite mit Marmelade bestrichen und diese Seite dann auf die Schnecke gelegt.
Jetzt einfach noch mit der Schokocreme komplett einstreichen und dabei Unregelmäßigkeiten ausbessern.
Bei der Deko habe ich mich kurz gehalten und einfach nur 100ml Sahne aufgeschlagen und Tuffs auf die Oberseite der Torte gespritzt. Dann doch etwas selbstgemachten Schokosirup drüber und fertig.

Es war wirklich mal wieder Zeit für Schokolade. Ich habe etwas getan, was ich nur selten mache: ein zweites Stück Torte gegessen. Es stimmt schon: Schokolade macht glücklich!

Kommentare:

  1. Klein aber oho! Ja sieht sehr interessant aus. Und mit Schokolade noch dazu! Lecker. Danke für die schöne Bildlegende. Ohne die hätte ich mir das Ganze nicht so gut vorstellen könne.

    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Ich wollte das mit dem Wickeln eigentlich noch genauer zeigen, aber es ist gar nicht so einfach zwischendurch ans Knipsen zu denken, wenn man so vertieft ist.

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